Banner Lipski & Schmidt

      Button verkleinern Button vergrößern  


Die Pflegestufen

 

Der Zeitaufwand für die erforderlichen Leistungen der Grundpflege und hauswirtschaftlichen Versorgung durch eine nicht als Pflegekraft ausgebildete Pflegeperson muss wöchentlich im Tagesdurchschnitt die nachstehend genannten Mindestzeiten umfassen: 

Pflegestufe I – Erhebliche PflegebedürftigkeitPflegedienst Lipski & Schmidt, Essen - Mitarbeiterin hilft Klientin aus Bett

Erhebliche Pflegebedürftigkeit liegt vor bei einem mindestens einmal täglich erforderlichen Hilfebedarf bei mindestens zwei Verrichtungen aus einem oder mehreren Bereichen der Körperpflege, Ernährung oder Mobilität. Zusätzlich muss mehrfach in der Woche Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigt werden.

Der wöchentliche Zeitaufwand, den ein Familienangehöriger, Lebenspartner, Nachbar, oder eine andere nicht als Pflegekraft ausgebildete Pflegeperson für alle für die Versorgung des Pflegebedürftigen nach Art und Schwere seiner Pflegebedürftigkeit erforderlichen Leistungen der Grundpflege und hauswirtschaftlichen Versorgung benötigt, muss im Tagesdurchschnitt mindestens eineinhalb Stunden betragen, wobei auf die Grundpflege mehr als 45 Minuten entfallen müssen.

 

Pflegestufe II – Schwerpflegebedürftigkeit

Schwerpflegebedürftigkeit liegt vor bei einem mindestens dreimal täglich zu verschiedenen Tageszeiten erforderlichen Hilfebedarf bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität. Zusätzlich muss mehrfach in der Woche Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigt werden.

Der wöchentliche Zeitaufwand, den ein Familienangehöriger, Lebenspartner, Nachbar oder eine andere nicht als Pflegekraft ausgebildete Pflegeperson für alle für die Versorgung des Pflegebedürftigen nach Art und Schwere seiner Pflegebedürftigkeit erforderlichen Leistungen der Grundpflege und hauswirtschaftlichen Versorgung benötigt, muss im Tagesdurchschnitt mindestens drei Stunden betragen, wobei auf die Grundpflege mindestens zwei Stunden entfallen müssen.

 

Pflegestufe III – Schwerstpflegebedürftigkeit

Schwerstpflegebedürftigkeit liegt vor, wenn der Hilfebedarf so groß ist, dass der konkrete Hilfebedarf jederzeit gegeben ist und Tag und Nacht anfällt (Rund-um-die-Uhr).

Der wöchentliche Zeitaufwand, den ein Familienangehöriger, Lebenspartner, Nachbar oder eine andere nicht als Pflegekraft ausgebildete Pflegeperson für alle für die Versorgung des Pflegebedürftigen nach Art und Schwere seiner Pflegebedürftigkeit erforderlichen Leistungen der Grundpflege und hauswirtschaftlichen Versorgung benötigt, muss im Tagesdurchschnitt mindestens fünf Stunden betragen, wobei auf die Grundpflege mindestens vier Stunden entfallen müssen. 

Ein Härtefall liegt vor, wenn ein noch weiter gehender Hilfeaufwand als in der Pflegestufe III erforderlich ist. Voraussetzung ist, dass der Hilfebedürftige auch Nachts nur von mehreren Pflegekräften gleichzeitig betreut werden kann oder auch wenn die Pflege mehr als sieben Stunden beträgt, wovon wenigstens zwei Stunden in der Nacht anfallen. 

 

Für die Einteilung in die drei Pflegestufen ist nicht eine bestimmte Krankheit entscheidend, sondern der Aufwand in der individuellen Situation.

Für die Leistungsgewährung werden die pflegebedürftigen Personen einer von drei Pflegestufen (in Ausnahmefällen der Härtefallregelung) zugeordnet. Seit dem 1.1.2013 gibt es jedoch auch Leistungen für Personen mit einem Hilfebedarf unterhalb der Pflegestufe 1, sofern sie eine eingeschränkte Alltagskompetenz im Sinne des Gesetzes (§ 45a SGB XI) aufweisen. Dies wird durch den MDK geprüft. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, spricht man von der 

Pflegestufe 0.

 

→Gesetze/ Richtlinien

 

Dynamik

Die Leistungen der Pflegeversicherung sind mittlerweile dynamisch, d.h. sie erhöhen sich in regelmäßigen Abständen. Nach dem Jahr 2012 werden sie alle drei Jahre, erstmals im Jahr 2014, von der Bundesregierung geprüft und gegebenenfalls gesetzlich angepasst.

Der folgenden Übersicht können Sie die Entwicklung seit 2010 entnehmen:

Leistungen (€/ Monat) 2010
2012 2015

ambulant

Pflegestufe I 440 450 468
Pflegestufe II 1040 1100 1144
Pflegestufe III 1510 1550 1612
Härtefall 1918 1918 1995
stationär
Pflegestufe I 1023 1023 1064
Pflegestufe II 1279 1279 1330
Pflegestufe III 1510 1550 1612
Härtefall 1825 1918 1995
Pflegegeld
Pflegestufe I 225 235 244
Pflegestufe II 430 440 458
Pflegestufe III 685 700 728

 

 

Mit Inkrafttreten des Pflegeneuausrichtungsgesetzes (PNG) ergaben sich für Pflegebedürftige der Stufen 1 und 2 weitere Verbesserungen, sofern sie die gleichen Voraussetzungen zur Alltagskompetenz erbringen wie zur Stufe 0 erläutert. Sie erhalten einen Zuschlag zu den Leistungen der Pflegekasse, abhängig von der Pflegestufe und der Leistungsart. Zum 1.1.2015 ergaben sich erneut Änderungen, die in der nachfolgenden Tabelle berücksichtigt wurden:  

Zuschlag (€/ Monat) zu Leistungen bei Sachleistungen Pflegegeld
Pflegestufe 0 231 123
Pflegestufe I 221 72
Pflegestufe II 154 87

 


© Lipski und Schmidt 2011 | Altenpflege in Essen | Krankenpflege in Essen | Tagespflege in Essen